g e w a l t
Gewalt der Männer zerstört ihre Lebensträume, macht das kaputt wofür sie jahrelang gearbeitet und gelebt haben. Gewalt zerstört das eigene Leben und führt in die Isolation.
Ein 16-Jähriger schreibt
"Mein Vater hat eigentlich keine Zeit für mich. Er arbeitet den ganzen Tag, da er mal Leiter seiner Abteilung werden will. Er lässt uns irgendwie im Stich, obwohl ich weiß, dass es uns allen zu Gute kommen würde. Was mir überhaupt nicht gefällt, ist, wenn er einen schlechten Tag hat oder ihn sein Vorgesetzter ärgert. Er kommt dann schon mit schlechter Laune nach Hause und sucht Gründe, um mir auch etwas zu leide zu tun. Wenn er ganz schlechte Tage hat, ist er auch aggressiv und schlägt mich. Doch das ist für ihn dann alles wieder vergessen. Für mich nicht, ich werde mir jedes mal merken und das nie vergessen. Vielleicht werde ich mich einmal rächen, denn ich will es nicht in mich reinfressen und es dann an meinen Kindern auslassen."
Dieser Sohn ist einsam und hat selten Kontakt zu seinem Vater. Der Vater lässt ihn allein und zertrümmert das Vertrauen und die Liebe seines Sohnes. Er will seinen Kindern gegenüber nicht gewalttätig werden. Mit seinem Vater hat das dann nichts zu tun. Das liegt dann in seiner alleinigen Verantwortung. Um nicht gewalttätig zu werden, braucht er die Fähigkeit sich wahrzunehmen und für seine Bedürfnisse einstehen zu können. Er braucht Kontakt und Auseinandersetzung mit anderen Männern.
Was ist Gewalt?
Gewalt: schlagen, treten, boxen, an den Haaren reißen, beißen, watschen, einsperren. Missbrauchen, vergewaltigen, ermorden, schießen, schütteln, ...
Die Androhung all dieser Verhaltensweisen ist auch Gewalt.
Noch mehr als das Tätersein wird die Tatsache tabuisiert, dass Buben und Männer Opfer von Gewalt sind. Das ist die andere Seite der Entwicklungsgeschichte von Männern. Wie die Gewalttat eine männliche Handlung ist dürfen Männer die Angst vor Gewalt nicht zeigen. Sie sollen ihren Mann stellen. Wer sich als männliches Opfer von Gewalt zeigt, der hat versagt.
Zum Thema Gewalt gehört die Verweigerung von Verantwortung. Täter nehmen die Verantwortung für die Tat nicht. Sie bagatellisieren, verharmlosen und beschwichtigen. "Meine Frau hat mich provoziert, sonst hätte ich nicht....", "Der hat angefangen,....." oder: "Das war nicht so schlimm, ich habe mich nur verteidigt..." Dabei ist der Täter der einzige, der die Gewalt beenden kann!
Beratungsstelle
Wenn Sie Fragen zum Thema Gewalt haben, dann können Sie sich an die Ifs-Gewaltberatungsstelle "Klartext" wenden. Oder Sie schicken ein Mail an uns.
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